Was sind die Rauhnächte? Es gibt im Jahr eine besondere Zeit:
Dies ist die Zeit zwischen den Jahren – jetzt vom 21.12.2025 bis zum 02.01.2026. In dieser Zeit ist alles ein bisschen leiser und wird gleichzeitig intensiver. Die Welt wirkt dabei so, als würde sie tief ein- und ausatmen.
Man nennt diese Zeit die Rauhnächte.
In den Rauhnächten sagt man: Die Tage gehören der Vergangenheit, aber die Nächte…die gehören den Wünschen, dem Staunen und dem Vertrauen.
Es ist, als würde die Welt für einen Moment vergessen, wie laut sie sonst ist. Als würde sie allen Menschen zuflüstern: „Schau einmal zurück… Was war gut? Was hat Dich überrascht? Was hat Dich stark gemacht?“
Und gleichzeitig flüstern die Rauhnächte auch nach vorne:
„Worauf freust Du Dich?
Wem möchtest Du Mut schenken?
Wohin möchtest Du Deine Spuren setzen?“
Viele Menschen glauben, dass in dieser besonderen Zeit ein Tier an unserer Seite geht – ein Tier, das uns durch die Nächte führt, uns Mut macht, uns an das Gute erinnert und uns zeigt, wie wir uns selbst und dem Leben mehr und mehr vertrauen können.
Für uns ist dieses Tier Rosa: Eine große, weiße Hündin mit einer erhobenen Rute und drei goldenen Punkten auf dem Rücken. Diese Punkte glitzern nicht nur, sie erzählen:
Von Vertrauen, von Liebe, von all den Dingen, die wir oft übersehen, aber die unser Herz wärmen und leuchten lassen.
 Rosa ist die Hündin des Urvertrauens.
Wenn sie geht, hinterlässt sie Spuren — bunte, leuchtende Spuren — und jede ihrer Spuren sagt:
„Du darfst Dir selbst vertrauen. Du darfst dem Leben vertrauen. Du darfst wachsen und gleichzeitig Deine Wurzeln ganz tief in die Erde strecken.“
In den nächsten zwölf Nächten begleitet uns Rosa.
Denn so lange dauern die Rauhnächte.
Sie zeigt uns:
wie man die Welt mit allen Sinnen wahrnimmt,
wie man in sich hineinspĂĽrt,
wie man Schweres ablegt
und wie man erkennt, dass so viel Gutes in uns steckt.
Und an Rosas Seite läuft Puzzone, der alte, erfahrene Hund.
Er kennt schon viele Rauhnächte.
Er weiß, dass jede Nacht ein kleines Tor sein kann – zu einer Erinnerung, zu einem Wunsch, zu einem neuen Gefühl von Vertrauen.
Zusammen führen sie uns durch die 12 Rauhnächte. Nacht für Nacht, Schritt für Schritt, Spur für Spur.
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1. Nacht – Die Spur des Rückblicks
Puzzone setzte seine Pfote in die weiche Erde.
„Jede Spur erzählt etwas über Dich“, sagt Puzzone.
„Möchtest Du sehen, was Du in diesem Jahr hinterlassen hast?“
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Rosa berührt den Boden — ganz langsam, ganz bewusst — und spürte Wärme. Sie erinnerte sich an Momente, die sie selbst überrascht hatten.
Was hast Du alles im letzten Jahr erlebt, liebes GlĂĽckskind?
2. Nacht – Hören, was Vertrauen flüstert
Die Nacht war still, aber nicht leer.
Rosa stellt ihre Ohren auf und lauscht.
Ein sanftes Rascheln, ein leises Atmen der Erde, ein fernes Schnauben eines Pferdes.
„Vertrauen beginnt damit, zuzuhören“, sagte Puzzone.
Hörst Du Dir selbst zu?
3. Nacht – Sehen, was gut war
Rosa bleibt stehen, als die ersten warmen Lichtstreifen durch die Bäume fallen.
Sie sieht Dinge, die sie sonst ĂĽbersieht:
Eine Blume im Winterschlaf, ein Käfer im Moos, ein Muster im Boden, eine besonders schöne Wolke, die Äste eines Baumes, die an eigene Adern erinnern.
„Wenn Du langsam schaust, siehst Du das Gute, das schon da ist“, sagte Puzzone.
Was siehst Du nicht und siehst Du doch, mein schönes Glückskind?
4. Nacht – Vertrauen riecht nach Zuhause
Rosa hob die Nase.
Sie roch Erde. Holz. Die Nähe von Tieren.
Und etwas, das nach „Ich bin sicher“ roch.
„Vertrauen hat einen Duft“, sagte Puzzone.
„Es riecht nach Zuhause. Und muss nicht immer ein Haus sein, es kann auch die Sicherheit der Veränderung in Dir sein.“
 5. Nacht – Die schwere Pfote wird leicht
Rosa ging langsamer.
„Meine Pfote fühlt sich schwer an“, sagt sie.
Puzzone nickt.
„Dann hör auf Deinen Körper. Er erzählt Dir, was Du loslassen darfst.“
Rosa setzte sich, atmet tief ein, spürte die Erde unter sich, den Himmel über sich, die Luft in ihren Lungen. Und mit dem Ausatmen lässt sie alles Schwere los.
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6. Nacht – Vertrauen wächst in Begegnungen
Rosa begegnet zwei Pferden, die unsicher waren.
Sie senkt ihren Kopf, bewegt ihren Körper weich, freundlich.
Langsam wird die Luft friedlicher.
„Vertrauen entsteht, wenn wir einander sehen“, sagt Puzzone.
7. Nacht – Erinnerungen, die Du fühlen kannst
Der Boden vibriert sanft.
Puzzone legt sich hin und fĂĽhlt die Erde unter seinem Bauch und seiner Brust.
Erinnerungen steigen auf — schöne, unerwartete, lehrreiche.
„Unsere Körper erinnern sich auch an alles Gute“, sagte Puzzone.
Wo ist es in Deinem Körper besonders warm und wohlig? Kannst Du das Warme und Leichte größer werden lassen?
8. Nacht – Dankbarkeit leuchtet aus Dir heraus
Rosa bleibt stehen, als in ihr etwas Warmes aufsteigt.
Die drei goldenen Punkte auf ihrem RĂĽcken werden hell wie kleine Sonnen.
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„Dankbarkeit“, sagte Puzzone, „ist Vertrauen, das Du spürst.“
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9. Nacht – Der Weg, der Dich ruft
Ein neuer Pfad taucht auf.
Rosa weiß nicht, wohin er führt — aber etwas in ihr sagt: „Geh.“
„Vertrauen heißt, dem Weg zu glauben, bevor Du ihn gehst.“, sagte Puzzone.
10. Nacht – Licht, das man weitergibt
Rosa trifft ein Pferd, das traurig ist. Sie läuft fröhlich um das Pferd herum.
Ihre goldenen Punkte strahlten.
„Wenn Du Vertrauen hast, kannst Du Licht verschenken“, sagte Puzzone.
11. Nacht – Die Spur der Hoffnung
Es war eine weiche, stille Nacht.
Der Boden ist mit glitzernden Tautropfen bedeckt, die wie kleine Hoffnungsfunken wirken.
Rosa streift hindurch und weiĂź in all ihren Zellen:
Alles kann und wird neu werden. Das ist die Sicherheit der Veränderung.
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12. Nacht – Die Spur des Urvertrauens
Rosa stellt sich in einen Kreis aus allen Spuren der letzten Nächte: bunte, schwere, goldene, mutige, dankbare.
Ihre Rute ist erhoben, ihr Blick klar.
Der Boden fĂĽhlt sich – trotz aller Kälte – warm an.
Die Luft klang freundlich. Alles roch nach Anfang.
Puzzone sagt leise: „Vertrau Deiner Spur. Sie kennt den Weg.“
Rosas goldene Punkte leuchteten hell.
Sie sagt ja, ich folge meinem Herzen in Vertrauen mit Verstand und gutem BauchgefĂĽhl – meine Pfoten fest auf der Erde.
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