Der kleine Esel Benjamin

Liebes Glückskind,

Der kleine Esel Benjamin ist erst seit Kurzem auf der Welt. Gemeinsam mit seiner Eselmutter Eo und seinem Zwillingsbruder Balthasar erkundet er die Welt. Viel Regen gab es bisher. Was verändert sich mit ihm? Sie finden einen großen Baum, dessen Blätter aussehen wie Herzen. Wie ein Vorgeschmack auf den Sommer schützt er sie vor dem Regen. Eo teilt ihm ein großes Geheimnis über das Leben mit. Möchtest Du es auch erfahren? Los geht‘s!

 

Seit drei Wochen ist er nun zusammen mit seinem Zwillingsbruder Balthasar auf der Welt. Zwillinge sind unter den Eseln sehr selten. Er ist der Zweitgeborene. Benjamin bedeutet der Glückliche. Seit er auf der Welt ist, regnet es sehr viel.

 

Gemeinsam mit ihrer Mama Eo leben sie auf einer wundervollen Koppel hoch oben in den Bergen bei einem Ort, der Cornacchino heißt. Das bedeutet so viel, wie kleine Krähe.

 

Benjamin und Balthasar entdecken die Welt.

Was meinst Du, kann er mit seinen großen Ohren hören? Vielleicht wie der Regen nieselt, fällt? Vielleicht wie die Vögel zwitschern? Welche Vögel kennst Du denn?

 

 

Und was passiert mit der Erde, wenn es so viel regnet? Wie fühlt sie sich an? Was meinst Du?

Richtig, ganz matschig.

Der Regen macht die Erde weich. Darin kann man sehen, wer hier vorher schon gewesen ist.

Benjamin und Balthasar entdecken ganz viele Spuren auf dem Boden.

Welche Spuren kannst Du im Wald oder im Park sehen?

 

Auf ihrer Koppel entdecken sie einen sehr großen Baum. „Was ist das für ein grüner Riese?“ fragt Benjamin. “Das ist eine Linde.” sagt Eo.

“Linde. Das ist aber ein schöner Name” meint Benjamin und kaut vorsichtig auf einem Grashalm.

 

“Und sieh mal, die Blätter der Linde sehen aus wie Herzen. Bald wird sie zu blühen beginnen und dann kommen unsere Freundinnen die Bienen. Sie werden fleißig den Nektar der Lindenblüten sammeln und ihn zu Honig verarbeiten. Dann wird es hier sehr fein summen und brummen.

Bis dahin können wir uns unter ihre Baumkrone stellen und uns ein bisschen vor dem Regen schützen.“

 

 

Kannst Du Dir das Summen der Bienen vorstellen?

„Manche Menschen sammeln Lindenblüten und bereiten sich daraus Tee. In diesem Blütentee können die Menschen auch im Winter den Geschmack und die Freude des Sommers schmecken.”

 

Finde eine Linde in deiner Nähe und beobachte, wann sie zu blühen beginnt. Steht sie fernab einer Straße, kannst Du ihre Blüten pflücken und für einen feinen Tee trocknen.

„Bald nach dem Regen, wird auch die Zeit der Sonne wieder kommen“, sagt Eo. „Jetzt trinkt die Erde und so nass wie unser Fell gerade ist, werden wir auch wieder angenehm trocken sein. Du wirst schon sehen.“

 

 

„Meinst du?“, sagt Benjamin.

„Ja, gewiss. Das ist das Leben. Und das Einzige, dass im Leben sicher ist, ist der Wandel.

Sieh mal an, wie sehr du in den letzten drei Wochen gewachsen bist. Davor warst du noch in meinem Bauch. Und jetzt galoppierst du schon über die Weide.“

Der kleine Benjamin lacht und schüttelt sich das nasse Fell. „Aber es regnet gerade schon sehr, sehr viel.“

 

„Ja, das stimmt.“ erwidert Eo. „Vieles geht durch den enormen Regen gerade kaputt. Das ist sehr, sehr bedauerlich.

Aber es entsteht auch sehr viel neues Leben. Also immer schön die Ohren hoch und neugierig bleiben, mein Kleiner Benjamin.“

 

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Ein Beitrag von Isabelle Zahradnyik für PA/SPIELkultur e.V.

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